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Ich-Blog mit Eindrücken
aus der Ausbildung in der
Hauptstadt der USA.


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Sat, 02 Apr 2016



Wer ein Praktikum oder seine Referendariatsstation in den USA ableistet, darf wegen des J-Visums auch Social Security Number zu beantragen. Sowohl für Geschäfts- als auch private Zwecke, selbst ein Masterstudium, in die USA ist die SSN wichtig. Deshalb sollte man sich die Beantragung während des Praktikums oder der Wahlstation nicht entgehen lassen. Man benötigt das DS-2019 Formular und sowie ein gültiges Arbeits- oder Praktikumsvisum und eine amerikanische Anschrift. Etwa zwei Wochen nach dem Antrag erhält man die Social Security Number mit Social Security Card.

Einmal ausgestellt, bleibt die SSN als Steuernummer ein Leben lang nützlich, etwa beim Mieten einer Wohnung oder der Kontoeröffnung. Das Ausfüllen der Formulare und die Wartezeit dauerten bei mir etwa eine Stunde gedauert. Wer sich lange Wartezeiten ersparen will, dem empfehle ich, morgens früh, sobald das Office öffnet, hinzufahren. Ein Termin im vorhinein wird nicht vergeben- es gilt also first come first serve. Da ich während meines Praktikums in Arlington, Virginia, wohne habe, habe ich meinen Antrag beim Social Security Office in Arlington stellen müssen.

Arlington ist übrigens auch als Wohnort absolut empfehlenswert. Wem Washington, DC, zu teuer ist oder wenn sich die Wohnungssuche trotz aller Tipps zu schwierig gestaltet, bietet Arlington eine etwas günstigere, aber nicht weniger schöne Alternative. Ich fand über Airbnb.de ein Zimmer im Dachgeschoss eines typischen amerikanischen Hauses gefunden. Die Vermieterin nutzt die Zimmer, die durch den Außug ihrer eignen Kinder frei wurden, um sich ein bisschen Geld dazu zu verdienen und ihr Haus zu beleben. Mit noch fünf anderen Airbnb-Gästen im Haus findet man so auch nach der Arbeit immer jemanden für Unternehmungen. Mit dem Bus oder der Metro sind es von der Unterkunft in Arlington bis zum Büro in der Hauptstadt bei guter Verkehrslage etwa 40 Minuten. Das Zimmer ist übrigens bei Airbnb unter diesem Link verzeichnet.

Wer viele Wochen in Washington verbringt und die Stadt bereits kennengelernt hat, dem kann ich einen Tagesausflug nach Richmond, der Hauptstadt von Virginia, empfehlen. Ganz anders als DC ist Richmond eher mit einer Stadt in Südstaaten wie Texas oder Arizona vergleichbar. Wer die zwei Stunden fahrt mit dem Greyhound Bus gerne auf sich nehmen möchte, der bekommt bei einem Tagesausflug einen schönen Einblick in das etwas dörflichere Amerika.

Neben New York und Boston, schon mehrfach angepriesen wurden, empfiehlt sich auch Philadelpia für einen Tagesausflug. Wieder erlebt man ca. zwei Stunden Busfahrt und kann die wesentlichen Teile der Stadt an einem Tag gut erlaufen, um sich einen Überblick über die sogenannte Geburtsstadt Amerikas zu verschaffen. Allgemein empfiehlt es sich übrigens, den Bus bereits ein paar Tage vor dem Ausflug zu buchen, um pro Fahrt bis zu 20 Dollar zu sparen.

Eine letzte Anmerkung möchte ich noch zum Visumssponsor machen. Ich hatte als Sponsor für den Aufenthalt die German American Chamber of Commerce gewählt, rate allerdings anderen Referendaren oder Praktikanten eher zu einem anderen Sponsor. Die Kammer war, wie ich erst später erfuhr, der teuerste und aufwendigste Sponsor. Während die Unterlagen bei anderen Sponsoren online ausgefüllt werden konnten, bestand sie auch während meines Aufenthaltes auf ausgedruckten und wieder eingescannten Zwischenberichten und -bewertungen. - JE
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Fri, 19 Feb 2016



MH - Washington.   Am Platz vor dem Weißen Haus befindet sich der United States Court of Federal Claims, ein Bundesgericht zu­stän­dig für Klagen Privater gegen die US-Regierung. Wir, die Referen­dare von Berliner Corcoran & Rowe LLP, haben uns am Morgen den Verhandlungsplan angesehen und uns für eine Verhandlung um 11 Uhr entschieden. Bis zum Beginn der Verhandlung warten wir in dem Vorraum und werden sogar kurz von amerikanischen Anwälten für Attorneys gehalten.

Der Termin, das Hearing, findet in Courtroom 6 statt, einem holzver­täfelten Gerichtssaal, der ehrwür­diger wirkt als wir es von vielen deutschen Gerichtssälen ge­wohnt sind. Wir nehmen auf der Besu­cher­bank Platz. Kläger und Beklag­te sitzen sich an Konferenz­tischen gegen­über und stehen für das Hearing an einem Pult, um von der Richterin befragt zu werden.

Dem Fall können wir trotz man­geln­der Kenntnis der Akten er­staun­lich gut folgen. Dies liegt vor allem daran, dass wir nach sechs­wöchiger Wahlstation in der Kanz­lei schon ein gewisses Verständ­nis für den ameri­kani­schen Zivilprozess entwickelt haben, was es uns erlaubt, die Verfahrens­vor­gänge besser nachzu­voll­ziehen.

Der Kläger macht Schadens­ersatz­ansprüche gegen die USA geltend, die er darauf stützt, dass es die United States auf einem ameri­kani­schen Militär­stütz­punkt in einem afrikanischen Land nicht verhin­dert haben, dass im Eigentum des Klägers stehende Fahr­zeuge von der dortigen Polizei beschlagnahmt wurden.

Zuerst hat die Beklagte, eine Ver­treterin des Department of Justice, das Wort. Sie beginnt mit ihren Ausführungen und wird nach zwei Sätzen sofort von der Rich­terin unterbrochen. Auch im weiteren Verlauf kommt es immer wieder dazu, dass sie ihren Vortrag un­ter­brechen muss, um auf Fragen der Richterin zu antworten. Eine Art der Befragung, die ersichtlich dazu geeignet ist, den Vor­tra­gen­den aus dem Konzept zu bringen und ihn auf Herz und Nieren zu prüfen.

Dem Kläger geht es im Anschluss bei seiner Befragung ähnlich. Am Ende des Hearings ist klar, dass sowohl auf Kläger- als auch auf Beklagtenseite viele Aspekte und Argumente weiter aus­zuführen sind. Die Richterin gibt den Parteien zu verstehen, dass sie bisher keine richtige Tendenz entdeckt, wie der Fall zu ent­schei­den ist. Die offenen Fra­gen drehen sich - für deutsche Juristen in diesem Prozesss­tadium über­ra­schend - darum, ob der Court of Federal Claims im vor­lie­gen­den Verfahren überhaupt nach 28 USC § 1502 zuständig ist, und weiterhin darum, inwieweit das Handeln der Beklagten einen für den Scha­dens­ersatzanspruch gegen den Staat erforder­lichen public Use hat und ob das Handeln der Polizei des afri­kanischen Landes den United States zugerechnet wer­den kann.

Im Raum steht, soweit die Zustän­digkeitsfrage zugunsten des Court of Federal Claims ent­schie­den werden kann, der Über­gang in den näch­sten Verfah­rens­schritt - das sogenannte Discovery Verfahren - in dem die Parteien alle Beweise, die den Anspruch belegen bzw. bestreiten, beibringen müssen.
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Sat, 09 May 2015



Wahrscheinlich stellt sich jeder Referendar, der einen Teil seiner Ausbildung in den USA verbringt, die Frage, ob Gerichtsverhandlungen tatsächlich so ablaufen wie man es aus dem Fernsehen kennt. Die Antwort lautet: nicht ganz so, aber doch so ähnlich. Ich beschloss also, zum Court of Appeals for the Federal Circuit zu gehen; einem Revisionsgericht in Washington, DC mit bundesweiter Zuständigkeit. Zunächst musste man - wie am Flughafen - durch die Sicherheitskontrolle. Das war kein Problem. So far so good.

Man musste sich mit seinem Personalausweis ausweisen und mitteilen, welche Verhandlung man sich ansehen wollte. Dies wurde dann im PC vermerkt und es konnte los gehen. Im 4th floor befand sich zunächst der Wartesaal, alles schon pompöser als ich es von deutschen Gerichten kannte. Dann wurde ein Referendarskollege, der nur in T-Shirt und Jeans zum Gericht kam, wieder nach Hause geschickt. Er sei not allowed to go inside in this outfit.

Okay, wieder etwas, was in Deutschland nicht ganz so streng gehandhabt wird. Ich mit Blazer und schwarzer Hose konnte aber rein und kam erst mal ins Staunen. Großer Saal, Holzvertäfelung und alles ein bisschen größer als man es aus deutschen Gerichten kennt. Ich nahm in einer der Reihen Platz und ließ erst mal alles auf mich einwirken.

Am Richterpult standen die amerikanische Flagge und die des Gerichts. Überall waren Mikrophone zu sehen. Das, wie ich vorher in Erfahrung brachte, dient dazu, die Gerichtsverhandlungen aufzuzeichnen, um sie später als Podcast ins Internet zu stellen. Dann ging das Spektakel los. Zunächst erklärte der Gerichtsdiener, was man während der Verhandlung alles nicht machen darf (trinken, essen, Handy nutzen usw.). Und dann kam das ehrenvolle Gericht (natürlich durch den aus Film und Fernsehen bekannten Schlag mit dem Hammer angekündigt).

Der Verhandlung selbst war fast nicht zu folgen (ohne Akten und großem Verständnis vom amerikanischen Recht fast nicht möglich). Aber es fiel auf, dass die Anwälte von den drei anwesenden Richtern vollkommen in die Mangel genommen wurden. Jeder Anwalt hatte etwa 15 Minuten Zeit um seinen Standpunkt darzulegen, wurde aber ständig von den Richtern (und das nicht immer freundlich) unterbrochen und mit teilweise fiesen Fragestellungen gelöchert “are you really sure that …”. Für die Anwälte war es bei diesem landesweit zuständigen Revisionsgericht bestimmt eine andere Erfahrung als vor ihrem Dorfrichter.

Im Großen und Ganzen war es eine Erfahrung, die man als Referendar in DC erleben sollte. Auch wenn inhaltlich vermutlich nicht viel hängen bleibt, so ist es doch interessant zu sehen, wie der amerikanische Prozess in real life abläuft. Viel Spaß dabei!
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Mon, 24 Mar 2014



PS - Washington   Die häufigste und auch vor Beginn des Praktikums wichtigste Frage ist die nach einer Unterkunft. Diese sollte natürlich nach Möglichkeit sehr billig sein, was in Washington nicht so leicht ist. Zunächst gibt es Craigslist. Jedoch wird hiervon häufig abgeraten, da man schnell auf Betrüger hereinfallen kann. Falls man doch erfolgreich ist, findet man Wohnungen mit einer monatlichen Miete von 800 bis 1500 Dollar.

Für meinen zweimonatigen Aufenthalt habe ich mich für die Hostel Hopping Variante entschieden. Meist kann man zwar nur ein Hostel für einen maximal zweiwöchigen Aufenthalt buchen, diesen jedoch meist nach Absprache mit dem Hostelpersonal verlängern. Die Preise variieren stark, was hauptsächlich mit der Jahreßeit zusammenhängt. Der Preis pro Nacht liegt bei den meisten Hostels zwischen 20 bis 40 Dollar. Vor allem zum Frühlingsbeginn steigt der Preis an. Egal ob längerfristig für ein Praktikum oder kurzfristig auf der Durchreise, Hostelgäste sind meist sehr angenehme Zeitgenossen. Ausnahmen gibt es jedoch auch sehr viele, deswegen empfehle ich einen abschliessbaren Koffer, sowie ein Schloss für die in jedem Hostel frei verfügbaren Spinde. Zuletzt ist zu sagen, dass man bei der Hostelsuche vor allem auf die Umgebung achten sollte. Hostels sind meist sehr unhygienisch und daher nicht geeignet, sich dort ausserhalb der Schlafenßeit aufzuhalten. Umso besser, wenn sich in der Nähe viele Cafees, Restaurants oder Bars befinden. Ansonsten gibt es natürlich in Washington als Hauptstadt der Vereinigten Staaten genug zu sehen, sodass einem sicher nie langweilig wird.

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Tue, 04 Feb 2014





PZ - Washington.   Noch vor knapp 10 Jahren wäre es wohl lebensgefährlich gewesen in Park View zu wohnen. Heute ist es eines der vielen Stadtviertel von Washington, die komplett umgewandelt werden. Es mag hier nicht so pittoresk wie in Georgetown oder so grün wie in Glover Park sein, doch auch Park View hat einiges zu bieten.

Der Stadtteil grenzt nördlich an die Howard University und östlich an Columbia Heights an. Typisch sind die vielen kleinen, typisch amerikanischen Einfamilien-Häuser. Gerade dies war für mich einer die Gründe, hier ein Zimmer zu suchen. Dazu kommt die gute Versorgung mit Supermärkten: im Umkreis von ca. 15-20 Minuten zu Fuß befinden sich ein Giant, ein Target sowie ein Safeway. Die Anbindung an die Innenstadt ist ebenfalls recht gut, je nach Lage sind es gut 15-20 Minuten zu Metrostationen der gelben und grünen Linie. Zudem fährt auf Georgia Avenue ein Bus bis zur Metro-Station Gallery Place, von wo aus man mit der roten Linie direkt zur Ausbilderkanzlei kommt. Am besten gelangt man dorthin jedoch mit dem Fahrrad, hierzu stehen diverse Ausleihstation des lokalen Bikeshare-Anbieters zur Verfügung. Die anstrengende Rückfahrt am Abend den Berg hoch wird morgens durch den fantastisch Anblick der erwachenden Stadt bei der Fahrt hügelabwärts in die Innenstadt wieder wett gemacht. Auch an guten Restaurants, Imbissen und Bars fehlt es in der Nähe nicht. Gerade die naheliegende U-Street und das Viertel Adams Morgan bieten Nachtschwärmern diverse Möglichkeiten.

Alles in allem kann ich daher Park View, gerade auch wegen des breitgefächerten Querschnitts an Kulturen und Altersschichten, nur empfehlen. Und man muss heute auch definitiv keine Angst mehr haben, genauso wie der Rest der Bundeshauptstadt ist auch Park View in den letzten Jahren sehr sicher geworden.
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Fri, 21 Jun 2013





It's not the USA, it's DC! Die Hauptstadt der USA ist in manchem untypisch für besagtes Land, was einen temporären Aufenthalt sehr erleichtert. In den restlichen USA fährt man mit dem eigenen Auto, in DC fährt man Bus, U-Bahn, Car2Go-Smart, nimmt das Rad - oder läuft. 15 Minuten zur nächsten Haltestelle mit direktem Anschluss zum Zielort, 45 Minuten zu Fuß ins Büro. Keinesfalls unüblich in DC, im restlichen Land undenkbar.

Der öffentliche Nahverkehr funktioniert gut, man sollte wegen teils langer Wartezeiten nur nicht umsteigen müssen. Fahrpläne gibt es gerüchtehalber, sie sind aber wie juristische Regeln da, um gebrochen zu werden. Sei der Grund Stau, Havarie oder Baumaßnahme. Mit der App der Verkehrsbetriebe, der WMATA, lässt sich immerhin auf dem Smartphone erfragen, wann der nächste Bus oder die Metro wirklich kommt. Dennoch bietet es sich an, bei der Wohnungswahl auf direkten Anschluss zum Büro zu achten. Oder man meldet sich beim Bikesharing an, wozu es nur einer Kreditkarte bedarf. Die ganze Stadt wurde in den letzten Jahren mit Radwegen ausgestattet und diese werden rege genutzt. Im Monat kostet die unbegrenzte Nutzung von Capital Bikeshare nur 25 $, sofern man immer nach 30 Minuten eine freie Station findet, an der man das Rad wieder abgegeben kann. Derzeit gibt es etwa 150 Stationen im ganzen Stadtgebiet und in Virginia in Arlington und Alexandria verteilt. Morgens sind die Räder natürlich sehr begehrt und nicht an jedem Tag wird man fündig, aber da die einfache Busfahrt 1,60 $ und die U-Bahn etwa 2,70 $ kostet mit der wiederaufladbaren Smartrip-Card, die man für 10 $ inklusive 5 $ Guthaben erwerben kann, ist das Bikesharing in den meisten Fällen eine finanziell wie auch zeitlich lohnende Alternative für den täglichen Weg ins Büro und zum Entdecken der Stadt.

Eine geldbeutelschonende Monatskarte für den ÖPNV kennen die Amerikaner nicht, daher bietet sich das Wechseln der Transportmittel durchaus an. Für Amerika-Puristen zwar auch nicht geeignet, aber immerhin motorisiert durch DC kommt man mit den Smarts von Car2Go oder den Kleinwagen von Zipcar. Und will man Ende doch einmal die echten USA sehen, so muss man sich im verdienten Referendarsurlaub nur einen Mietwagen leihen und auf dem Highway in den Sonnenuntergang brausen.
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Fri, 07 Dec 2012



Das Wohnungthema hat schon viele Beiträge im Internet produziert, und ich will nur einen Hinweis kommentieren. Eine Referendarin teilte mit, dass sie nicht ins immer wieder gepriesene International Student House an der R Street, NW, ziehen würde. Denn dort könne ihr Freund nicht bei ihr wohnen, wenn er während ihrer Wahlstation nach Washington komme. Das stimmt.

Übrigens sehen die Hausregeln vielfach vor, dass entweder Besucher nicht übernachten dürfen oder ein Aufpreis von etwa $30 oder mehr pro Nase und Nacht anfällt. Ich kenne das auch von anderen Angeboten auf der sogenannten Botschaftsliste. Man muss sich also genau erkundigen, damit es keine Überraschungen gibt. Mieter sind in Washington nicht sonderlich geschützt, doch so zahlreich, dass es sich die Vermieter leisten können, sich den jeweiligen Idealmieter aus­zusuchen und strenge Regeln vorzuschreiben.

Andererseits sollte man bei verlockenden Angeboten besonders vorsichtig sein, weil es hier viel Betrug an Mietwilligen gibt. Was bei Craigslist usw. veröffentlicht wird, ist oft zu gut, um wahr zu sein. Dennoch kann man bei Craigslist usw. Informationen sammeln, aber lassen Sie sich nicht auf Anzahlungen vor der Ankunft ein. Selbst wenn Sie hier sind, lassen Sie sich nicht darauf ein, einen Vertrag bei Starbucks zu unterschreiben und dann für ein paar Schlüssel einen Mietvorschuss aus­zuhändigen! Es gibt da viele fiese Tricks.
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Tue, 13 Mar 2012



Das leidige J-Visum. Manche sagen seiner Kosten wegen den Aufenthalt in den USA ab. Andere melden sich mit Erfahrungen bei Sponsoren. Hier wurde bereits als Austauschorganisation mit Bein in Deutschland AYUSA International gelobt.

Diese Firma hat nun auf Ayusa-Intrax umfirmiert. In der geschlossenen Facebook-Gruppe WahlstationUSA meiner Referendare und Praktikanten ist das wohl schon bekannt. Sie dient ja dem Informationsaustausch vor und nach der Station in Washington. - CK
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Mon, 28 Mar 2011



NK - Washington.   DC selbst bietet eine große Vielfalt an kulturellen Angeboten, doch gibt es auch in der näheren und weiteren Umgebung von DC viel zu entdecken. Bei dem ein oder anderen Wochenend-Trip kann man sich von einer arbeitsintensiven Kanzleiwoche erholen.

Nahe liegt natürlich der obligatorische Abstecher nach New York. Dazu verweise ich im Wesentlichen auf den Bericht von Henning Schaum auf der Facebook Seite WahlstationUSA, der dazu bereits ausführlich geschrieben hat. Ein Extra-Tipp von mir an alle Referendarinnen: Es gibt eine spezielle Sightseeing-Bus-Tour Sex and the City, die zu allen Hotspots der Serie führt, zum Teil sogar in einzelne Gebäude. Sollte man vorab buchen. Ist nicht nur sehr unterhaltend, sondern bringt einen auch in viele schöne Stadtteile von NY, die dem Standard-Touri-Programm oft vorenthalten sind.

Was die Wahl des Busses angeht: Ich bin jedes Mal mit dem Megabus gefahren und kann das Unternehmen nur weiterempfehlen. Die Busse sind sehr sauber (weil man - offiziell, und daran halten sich die Meisten - nicht essen und trinken darf) und absolut zuverlässig. Außerdem verfügt der Bus über kostenloses WiFi sowie Steckdosen an jedem Platz. Bei langen Strecken setzt Megabus Busse ein, bei denen die Sitze nach hinten gestellt werden können, und der Platz zwischen den Sitzen ist größer (bei Bedarf Fußstütze). Der Abfahrtsort liegt vom Dupont-Circle ca. 7 $ mit dem Taxi entfernt. Bei späten Ankunfts­zeiten hält der Bus an der Union Station, wo man sich dann ein Taxi oder die Metro nehmen kann.Sollte der Bus sehr früh abfahren (gegen 5 am), habe ich mir sicherheitshalber immer ein Taxi vorbestellt. Diamand Cab, Telefon 202-387-4011, das ist immer pünktlich da gewesen und kostet nicht mehr, als wenn man ein Taxi an der Straße anhält.

Nicht weit entfernt, mit dem Bus knappe 3 Stunden, ist Philadelphia-Philly, wie der Amerikaner sagt. Im Rahmen der touristischen Sightseeing-Tour ist ein besonderes Zuckerl der Stop an den berühmten Rocky-Stairs. Auch für Nicht-Rocky-Fans ein amüsantes Erlebnis, wenn man zusehen kann, wie die richtigen Fans sich filmen, während sie Rocky-imitierend die letzte Szene nachspielen.

Ein sehr lohnenswerter Ausflug ist die Fahrt an den Strand von Lewes im Bundesstaat Delaware. Das bietet sich auch als Tagesausflug an. Mit dem Auto fährt man ca. zweieinhalb gemütliche Stunden, die Strecke teilt sich in Highway und Landstraße, sodass man viel von der Gegend sehen kann. Nachdem man Lewes (Delaware) ins Navi eingegeben hat, fährt man in Lewes immer Richtung Beach, das ist leicht zu finden. Neben einem ausgiebigen Strandspaziergang sollte man noch den Ort selbst besichtigen. Vor allem ein Blick in den Christmas Store (auch im März) bietet viele Gelegenheiten für erheiternde Erinnerungsfotos.
Sehr günstig, auch kurzfristig, kann man ein Auto mieten.

Wer ein paar Tage freinehmen kann, sollte unbedingt über ein verlängertes Wochenende nach Miami fliegen. Von DC sind es nur zwei Flugstunden, keine Zeitverschiebung und wenn man ein paar Wochen vorher bucht, sind die Flüge auch durchaus bezahlbar. Zu Miami selbst kann ich nicht viele Anregungen geben, da ich die gesamten Tage in Miami Beach verbracht habe, was in Anbetracht der ein paar Wochen zuvor absolvierten Examens-Klausuren die perfekte Entspannung war. Es gibt allerdings auch dort jede Menge Angebote, wie zum Beispiel einen Ausflug in die Keys oder zu den Everglades.

Auf jeden Fall einen Besuch wert ist Boston. Es ist eine relativ kleine, aber unheimlich schöne und einladende Stadt. Auch hier empfehle ich das typische Sightseeing mit dem Bus und natürlich einen Besuch in Harvard. Auch nach Boston fährt der Megabus, allerdings neun Stunden, meistens über Nacht und daher sehr praktisch und vor allem kostengünstig (ca. 15 $ einfach), vorausgesetzt, man kann im Bus schlafen. Mit dem Flugzeug sind es eineinhalb Stunden, auch hier kann man wieder relativ günstig fliegen, wenn man etwas im Voraus bucht. Oder - so habe ich es gemacht - man fährt mit dem Bus hin (und kommt ausgeschlafen an) und nimmt das Flugzeug für den Rückweg, so hat man ein bisschen Komfort und das Reisebudget nicht zu sehr strapaziert.

Ein weiterer Trip mit dem Bus, etwa 5 Stunden, bietet sich an, um Pittsburgh zu erkunden. Mir hat zum geplanten Zeitpunkt das typische amerikanische Blizzard-Wetter außerhalb von DC einen Strich durch die Rechnung gemacht, allerdings habe ich häufig gehört, dass auch Pittsburgh sehr interessant und sehenswert sein soll.

Was die Unterkünfte in den verschiedenen Städten angeht, ist www.booking.com sehr hilfreich. Ich fand die dort vorzufindenen Gästebewertungen immer sehr zuverlässig. Ich habe meistens in einem Hotel der Kette Clubquarters übernachtet. Die befinden sich immer in zentraler Lage der Stadt und bieten viel Qualität. Die Übernachtung lag hier bei etwa 100 $ pro Zimmer, wenn man - wie ich - das Glück hat, mit seiner netten Referendarskollegin zu reisen, ist das nicht teurer als ein Hostel und wesentlich angenehmer. Vor allem, weil man zu jeder Zeit die Koffer im Hotel abgeben kann, was vorteilhaft ist, wenn man z.B. um 6 am in Boston ankommt, aber erst um 3 pm einchecken kann.

Abschließend sei angemerkt, dass der Ausbilder und die Assistenten stets gute Ideen und Tipps haben, was man unternehmen kann, wenn einem also selbst gerade nichts einfällt, sollte man sich an sie wenden.
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Tue, 08 Jun 2010



Die Washington Post veröffentlicht gerade eine Serie mit Tipps für Interns, deren Zahl im Washingtoner Sommer anschwillt: Wie man die Hitze erträgt, den Weg durch die Quadranten nicht verfehlt und dergleichen steht in der heutigen Ausgabe. WaPo-Lesen sollte grundsätzlich auch dazu gehören. Juristen finden immer etwas Neues im German American Law Journal - US-Recht auf Deutsch und bei Twitter.
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